DGNB erkennt CSC-Zertifizierung an

Greenbuilding in der Zement- und Betonproduktion

Am 19. April fand in Berlin die Auftakt- und Informationsveranstaltung zur Einführung des Concrete Sustainability Councils (CSC) in Deutschland statt. Rund 100 Gäste aus Unternehmen, Verbänden, Politik und im Thema Nachhaltigkeit engagierten Institutionen informierten sich über das Zertifizierungssystem. Dieses soll Unternehmen im Bereich Beton, Zement und Gesteinskörnung Aufschluss darüber geben, inwieweit ökologisch, sozial und ökonomisch verantwortlich operiert wird. Veranstalter war der Bundesverband Transportbeton (BTB). Der BTB betreut das CSC-System in Deutschland.

Anerkennung durch die DGNB


Kooperationspartner der Veranstaltung war die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). Johannes Kreißig, Geschäftsführer der DGNB GmbH, informierte zum aktuellen Stand und den Aussichten des nachhaltigen Bauens in Deutschland. In seinen Ausführungen zur Verortung des CSC im System der DGNB gab er bekannt, dass die DGNB künftig die Silber- und Gold-Zertifizierung des CSC im DGNB-System in der Qualitätsstufe 1.2 anerkennt. Die Anerkennung bezieht sich auf das DGNB-Kriterium „Verantwortungsbewusste Ressourcengewinnung“. Nach der bereits im Frühjahr 2018 erfolgten Anerkennung durch BREEAM steht aus Sicht des CSC nunmehr nur noch die Anerkennung durch LEED aus, um in den drei großen internationalen Systemen zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden Berücksichtigung zu finden.
Erfahrungen mit dem CSC


Weitere Vorträge beleuchteten das Concrete Sustainability Council aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Nach einer Einführung von Thomas Schlütting, Transportbetonwerk Warendorf, gab BTB-Hauptgeschäftsführer Dr. Olaf Aßbrock einen allgemeinen Überblick über Historie, Organisation, Ziele und Funktionsweisen des CSC. Jochen Reiners von der FIZ GmbH referierte über das System aus Sicht einer Zertifizierungsstelle. Die FIZ GmbH ist neben KIWA, SGS und dem TÜV SÜD eine der aktuell vier Organisationen, die in Deutschland CSC-Zertifikate ausstellen. Dr. Christian Artelt (HeidelbergCement AG) berichtete aus Herstellersicht von den Erfahrungen mit dem Zertifizierungsprozess und Andreas Tuan Phan (BTB) erläuterte die so genannte Toolbox des CSC, ein Online-Tool, über das der Zertifizierungsprozess bearbeitet wird.

Erste deutsche Zementwerke zertifiziert


Den Abschluss der Veranstaltung bildete die formelle Übergabe der neuesten in Deutschland erteilten Zertifikate. Dabei besonders erwähnenswert: Das Werk Lengerich, der Dyckerhoff GmbH, das als erstes deutsches Zementwerk CSC-zertifiziert wurde. Auch die Zementwerke der HeidelbergCement AG haben im April die Zertifizierung durchlaufen. Das Werk Leimen erhielt dabei das 100. weltweit vergebene CSC-Zertifikat. Insgesamt wurden mit Stand 19. April 2018 bisher 108 CSC-Zertifikate erteilt, 33 davon in Deutschland. Eines davon für das Werk Frankfurt-Oberhafen. Dieses erhielt in Berlin stellvertretend für weitere Werke der Heidelberger Beton GmbH das Gold-Zertifikat.
Hintergrund

Das im November 2016 gegründete CSC wurde von der „Nachhaltigkeitsinitiative Zement“ (CSI) des „Weltwirtschaftsrats für Nachhaltige Entwicklung“ (WBCSD) initiiert und wird von einer wachsenden Anzahl von Mitgliedern getragen. In einem von der Weltnaturschutzunion (IUCN) durchgeführten Workshop wurde umfangreicher Rat von Umweltexperten und zivilgesellschaftlichen Vertretern zu den ökologischen und sozialen Kriterien erhalten und in das System integriert.

Weitere Informationen unter www.csc-zertifizierung.de

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Dr. Olaf Aßbrock (Hauptgeschäftsführung), T: 030 2592292-0
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