Praxis Transportbeton 2016 in Berlin

Fachkongress der Transportbetonindustrie

Bild: BTB-Vizepräsident Pius Geiger eröffnet Praxis Transportbeton 2016 (Nachweis: BTB/Götz)
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Markt, Umwelt, Qualität und die Bedeutung des Themas „Industrie 4.0“ standen auf dem Programm des diesjährigen Fachkongresses der Transportbetonindustrie. Rund 250 Unternehmerinnen und Unternehmer, Mitarbeiter der Verbände und Partner aus benachbarten Branchen waren der Einladung des Bundesverbandes der Deutschen Transportbetonindustrie e. V. (BTB) nach Berlin gefolgt. In einer begleitenden Fachausstellung stellten Unternehmen benachbarter Branchen aktuelle Produkte und Dienstleistungen für die Transportbetonindustrie vor. In seiner Eröffnungsrede ging BTB-Vizepräsident Pius Geiger auch auf die aktuelle Wohnungsbaupolitik ein. „Gemeinsam mit anderen Verbänden setzt sich der BTB für eine steuerrechtliche Gleichbehandlung des Ersatzneubaus, eine höhere Abschreibungsmöglichkeit für Projekte des bezahlbaren Wohnbaus und für eine vereinfachte Vergabe von Baugrundstücken auch nach sozialen Bewertungs¬maßstäben ein. Nur wenn die Politik steuerliche Impulse setzt, kann ein ausreichendes Wohnungsangebot in den Ballungszentren auch langfristig gewährleistet werden“, so Geiger.

Den Auftakt der Vortragsveranstaltung bildeten Vorträge zum Wettbewerbsrecht. Zunächst referierte Christian Ewald, Vorsitzender der u. a. für Baustoffe zuständigen
1. Beschlussabteilung des Bundeskartellamts über aktuelle kartellrechtliche Fragen im Transportbetonsektor, anschließend setzten sich BTB-Hauptgeschäftsführer Dr. Olaf Aßbrock und Dr. Torsten Schwarze (Kanzlei Morgan, Lewis & Bockius) mit dem Thema Bieter- und Liefergemeinschaften in der Transportbetonindustrie auseinander.

Markt und Umwelt
Ingo Lothmann, Leiter des Arbeitsausschusses „Betontechnologie und Umwelt“ des BTB moderierte Statements und eine Diskussion zum Thema Recyclingbeton. Seine Gesprächspartner waren Michael Basten, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Baustoffe – Steine und Erden, Hagen Aichele, Prokurist und Leiter der Region Stuttgart der Holcim Kies und Beton GmbH sowie Florian Knappe vom Ifeu Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg. Neben einer Bestandaufnahme und einem Ausblick auf den künftigen Rohstoffbedarf und die Kreislaufwirtschaft wurde diskutiert, welche Impulse Recyclingbeton für die Stoffkreisläufe der Bauwirtschaft theoretisch leisten kann und inwiefern dies praktisch realisierbar und sinnvoll ist. Abgerundet wurde der „Marktblock“ von Ulrich Nolting, Geschäftsführer des InformationsZentrums Beton, der Einblick in laufende und einen Ausblick auf künftige Projekte in der Kommunikation für Beton gab.

Neue Normen und hohe Qualität

Den zweiten Teil des Vortragsprogramms eröffnete Dr. Udo Wiens, Geschäftsführer des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton. Er informierte über den Stand der neuen Normengeneration im Betonbau. Ziel des neuen Konzepts „BetonBauQualität (BBQ)“ ist es, je nach Bauwerkstyp und Bauaufgabe Anforderungen und Maßnahmen zum Erreichen einer festgelegten Qualität zu definieren. Raymund Böing, Leiter mehrerer technischer Gremien des BTB, widmete sich in seinem Vortrag dem qualitätsvollen Bauen für die Infrastruktur. Dabei ging er insbesondere auf den Frischbeton betreffende Qualitätsziele ein, die der BTB in der Diskussion zum Bereich des Wasserbaus formuliert hat.

Industrie 4.0
Zum Abschluss des Vortragprogramms moderierte Klaus Busch, Leiter des BTB-Arbeitsausschusses „Wirtschaftspolitik“ eine Vortragsreihe zum Thema Industrie 4.0. Jeannine Gözcü von der TBR Technologiezentrum GmbH stellte das digitale „Wissensnetzwerk Zement-Kalk-Beton“ vor und verdeutlichte, wie sich insbesondere die darin enthaltene BTB-Lernplattform als Baustein eines modernen Aus- und Weiterbildungskonzeptes nutzen lässt. Peter Guttenberger und Dr. Marcus Schreyer (Max Bögl Bauservices GmbH) gingen auf anstehende Aufgaben und Chancen ein, die sich aus einer zunehmenden Gebäudedatenmodellierung (Building Information Modeling - BIM) für die Branche ergeben. Andreas Arbeiter, Geschäftsführer der Sehring Beton GmbH und Reinhold Wittenberg (Prokurist der Aug. Prien Bauunternehmung GmbH & Co. KG) beleuchteten anschließend die Möglichkeiten, die sich aus dem seit dem Jahr 2011 existierenden „Elektronischen Lieferscheinportal – ELSE“ für BIM bzw. zur Einbindung in den Prozess der Rechnungsprüfung ergeben.

Michael Warzecha ausgezeichnet
Bereits am Morgen des Veranstaltungstages wurde Michael Warzecha in der Jahresmitgliederversammlung des Bundesverbandes Transportbeton mit der Hans-Schuy-Nadel ausgezeichnet. Die dem „Transportbeton-Pionier“ Hans Schuy gewidmete Ehrennadel wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich in Arbeitsgremien der Transportbetonverbände besondere, langjährige Verdienste erworben haben. Seit 2002 gehört Michael Warzecha dem Vorstand des BTB an, darüber hinaus ist er seit 2004 Mitglied des Arbeitsausschusses Wirtschaftspolitik und seit 2005 Mitglied des Arbeitsausschusses Marketing. Als „Erfinder“ des Systems ELSE zum Austausch elektronischer  Lieferscheindaten hatte Michael Warzecha im Oktober 2007 die Gründung und Leitung der Arbeitsgruppe „ELSE – Elektronischer Lieferschein“ verantwortet.

Bild: Michael Warzecha (li), BTB-Präsident Dr. Erwin Kern, re. / Nachweis: BTB/Götz
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