Nachbehandlung

Zur Nachbehandlung zählen alle Maßnahmen, die ein zu schnelles Verdunsten des Wassers im Frischbeton und im erhärtenden Beton verhindern sollen. Dieses Wasser wird benötigt, um die Festigkeitsbildung zu ermöglichen. Meist wird der Beton dort, wo das Wasser verdunstet – an der Oberfläche – am stärksten belastet, so dass die Nachbehandlung ein wichtiger Arbeitsschritt in der Bauphase ist. Grundsätzlich gilt: So früh wie möglich und so lange wie möglich nachbehandeln. Durch das Nachbehandeln wird auch dem Frühschwinden und damit den frühzeitigen Rissbildungen entgegengewirkt. (Siehe auch Bildung von Rissen)
Wenn in den ersten Tagen nach dem Betonieren durchgehend feuchtes Wetter mit relativen Luftfeuchtigkeiten über 85 % vorliegt, zählt dies auch als Nachbehandlungsmaßnahme. Zusätzliche Maßnahmen sind dann nicht zwingend erforderlich.

Zusätzlich zur Nachbehandlung ist der Schutz des eingebauten Betons vor Temperatureinwirkungen zu beachten, z. B. beim Betonieren im Winter
bei hohen Temperaturen, bei Massenbeton. Siehe auch Richtlinie Massige Bauteile aus Beton des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton e.V. (DAfStb).

Schon beim Angebot für das Bauvorhaben Mittel und Zeit für die Nachbehandlung einkalkulieren, damit z. B. Folien oder flüssige Nachbehandlungsmittel zur Verfügung stehen, oder dass für eine ausreichende Zeitspanne gesorgt wird, in der der Beton in der Schalung verbleibt.
Beispiele für Nachbehandlungsmaßnahmen sind z. B.:

  • Ausreichend langes Belassen in der Schalung   
  • Abdecken der Betonoberfläche mit dampfdichten Folien, die jedoch keinen Luftzug zwischen Beton und Folie erlauben. Sie müssen an den Kanten dicht anschließen. Vorsicht bei Sichtbetonflächen, da anhaftende Folien Farbunterschiede an der Betonfläche hervorrufen können.
  • Auflegen von wasserspeichernden Abdeckungen unter ständigem Feuchthalten als Verdunstungsschutz
  • Aufrechterhalten eines sichtbaren Wasserfilms auf der Betonoberfläche (z. B. durch Besprühen, Fluten) über die gesamte Zeit der Nachbehandlung
  • Anwendung von flüssigen Nachbehandlungsmitteln mit nachgewiesener Eignung, ggf. das Einsprühen wiederholen. Vorsicht, wenn die Oberfläche später beschichtet werden soll, dann muss ein speziell dafür geeignetes Nachbehandlungsmittel benutzt werden.

Die erforderliche Dauer der Nachbehandlung hängt von der Festigkeitsentwicklung des Betons (schnell, mittel, langsam) und von den Witterungseinflüssen, aber auch von der späteren Nutzung ab. Mechanisch beanspruchte Bauteile (Industrieböden, Fahrflächen) sollen 70 % der Festigkeit entwickelt haben, bevor die Nachbehandlung beendet wird. Für die übrigen Betone ist die notwendige Nachbehandlungszeit in DIN 1045-3, Tabellen 2 und 3, angegeben. Siehe dazu auch Zement-Merkblatt B 8 „Nachbehandlung von Beton“

Bei Temperaturen (Luft oder Betonoberfläche) unter 5 °C muss die Nachbehandlung um dieselbe Zeit verlängert werden.

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