Das Logo des BTB in Sichtbeton geprägt.

60 Jahre BTB – nachhaltig verbunden

Im Jahr 2026 ist der BTB 60 Jahre alt geworden. In diesen sechs Jahrzehnten hat die deutsche Transportbetonindustrie etwa 2,9 Milliarden Kubikmeter Beton produziert, mit denen Wohn- und Bürogebäude, Straßen, Brücken, Bauten für die Infrastruktur, Bildungsstätten, Freizeit- und Kultureinrichtungen entstanden sind. 

Die Gründung des BTB erfolgte am 01.01.1966. Hervorgegangen ist unser Verband aus der 1959 gegründeten Vorgängerorganisation „Interessengemeinschaft Transportbeton e.V.“, deren wesentliche Aufgabe darin bestand, den Entwurf einer Norm für die Definition, die Eigenschaften, die Regelung von Produktion und Lieferung sowie Regeln zur Eigen- und Fremdüberwachung für Transportbeton zu erstellen. 1960 entstanden so in Abstimmung mit dem Normenausschuss Bauwesen (im Deutschen Institut für Normung DIN) die „Vorläufigen Richtlinien für die Herstellung und Lieferung von Transportbeton“. Sie wurden am 21.11.1961 in Nordrhein-Westfalen bauaufsichtlich eingeführt, die anderen Bundesländer folgten. Transportbeton setzte sich damit als eigenständiger Baustoff in Deutschland technisch und wirtschaftspolitisch durch und prägte die kommenden Jahrzehnte.

Dem BTB angehörig sind zunächst Fachgruppen aus sechs Bundesländern, die anderen Bundesländer schließen sich bis Ende 1967 an. Seither hat die Interessenvertretung der deutschen Transportbetonindustrie ihre derzeitige Organisation: mit Unternehmensmitgliedschaften in ihren regionalen Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden zur Vertretung regionaler Belange insbesondere in der Tarifpolitik sowie mit dem BTB als Dachverband zur Vertretung der nationalen Belange. Die deutsche Transportbetonindustrie besteht 1966 aus circa 500 Unternehmen mit 840 Werken und knapp 10.000 Beschäftigten.

Forschung und Normung 

Um dem wirtschaftlichen Fortkommen der Transportbetonwerke nützliche, praxisnahe Informationen auf den für die Industrie wichtigen Gebieten der Forschung und Normung zu erarbeiten, richtet der BTB am 22.04.1966 die Abteilung Wissenschaft und Technik sowie verschiedene Arbeitsgremien ein. Themen sind Betonforschung, Anlagen- und Fahrzeugtechnologie, Normpolitik, Normung der Betonbestandteile, Normung des Transportbetons allgemein, Normung des Transportbetons im Straßen- und Brückenbau und die Normung der Anlagen und Mischer. Auch die Notwenigkeit einer für die Transportbetonindustrie selbständigen Forschung wird erstmals im September 1966 für unabdingbar erklärt. In der Forschung geht man im Bereich der Gesteinskörnung die Themen „Feststellung der Frostbeständigkeit“ und „Alkalilöslichkeit von Zuschlägen“ an, im Bereich Betonforschung das Thema „Einsatz von Flugaschen“. 1969 wird ein Arbeitskreis Datenverarbeitung gegründet.

ERMCO 

Am 27.10.1967 gründet der BTB in München gemeinsam mit weiteren nationalen Verbänden der Transportindustrie aus Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Schweden und der Schweiz den Europäischen Transportbetonverband ERMCO (European Ready Mixed Concrete Organization).

Strategische Partnerschaften

In den 1970er Jahren wird mit ersten strategischen Partnerschaften die Grundlage für eine Gemeinschaftsforschung gelegt, die ein Jahrzehnt später über die Gründung der Forschungsgemeinschaft Transportbeton institutionalisiert werden wird. So tritt der BTB bereits 1971 der staatlich initiierten Arbeitsgemeinschaft für Bauforschung bei. Über den Europäischen Transportbetonverband ERMCO werden Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf europäischer Ebene für die Mitgliedsunternehmen verfolgt. 

Beton – ein genormtes Produkt

Das Jahr 1972 markiert den Beginn einer neuen Ära in der Geschichte des Baustoffs: Mit der grundlegenden Neufassung der DIN 1045 wird auch das Herstellen, Befördern und Liefern von Transportbeton neu geregelt. Diese Norm wird bis heute kontinuierlich überarbeitet und an den Stand der Technik angepasst.

Ausbildung im Blickpunkt

Durch Neufassung der DIN 1045 im Jahr 1972 und das 1969 in Kraft getretene Berufsbildungsgesetz gelten neue Aus- und Weiterbildungsanforderungen für die Branche. Insbesondere muss jedes Transportbetonunternehmen nun über eine von einem Fachmann geleitete Prüfstelle zur Eigenüberwachung verfügen und das gesamte technische Personal muss regelmäßig geschult werden. Um den Anforderungen schnellstmöglich zu entsprechen, konzentriert sich der BTB 1970 zunächst auf die Aufstellung von Rahmenplänen zur Ausbildung, definiert der BTB 1972 neue Lehrpläne für die Grundausbildung und Weiterbildung der Betonprüfer und organisiert in den Folgejahren Lehrgänge, Seminare, Studienreisen, Kongresse und Lehrfilme für die Vermittlung betontechnologischer Kenntnisse. Es entstehen erste Pläne zur Einrichtung eines brancheneigenen Ausbildungsberufes.

Arbeit auf verbandspolitischer Ebene

Der BTB wird 1981 Mitglied des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton. Seit 1987 stellt der BTB durch die Mitgliedschaft im Bundesverband Baustoffe - Steine und Erden e. V. sowie die damit verbundene indirekte Mitgliedschaft im Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) die Interessenvertretung der deutschen Transportbetonindustrie auf hohen verbandspolitischen Ebenen sicher.

Kommunikationskampagnen

Im Sommer 1980 richtet der BTB den Arbeitskreis Marketing ein. Aufgabe ist es zunächst, die Marktpotentiale des Produktes Transportbeton im Vergleich zu Substitutionsprodukten besser einzuschätzen. Als eine der ersten Marketingmaßnahmen für die Transportbetonindustrie wird der Slogan „Mach’s besser mit Beton“ eingesetzt. Mit diesem Slogan wird insbesondere auf zahlreichen Fahrmischern der für den Baustoff Transportbeton geworben. Ab Mitte der 1980er Jahre werden im Rahmen der inzwischen von der Zement- und Betonindustrie ins Leben gerufenen Gemeinschaftswerbung erste Maßnahmen zur Steigerung des Ansehens von Beton in der Öffentlichkeit vorgestellt. Dazu gehört auch der Slogan „Beton – es kommt drauf an, was man draus macht“, der nun gemeinsam mit einem für den Baustoff Beton entwickelten Logo eingesetzt wird. Parallel startet der BTB 1985 eine eigene „Initiative Transportbeton“, die sichtbare Zeichen für eine verbesserte Zusammenarbeit mit Architekten und Statikern setzt. 

Forschungsgemeinschaft Transportbeton

1984 gründet der BTB die gemeinnützige Forschungsgemeinschaft Transportbeton e. V. (FTB). Ziel ist, die Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet des Bauens mit Transportbeton im Sinne der Gemeinschaftsforschung der Branche zu fördern. Schwerpunkte der Forschungsarbeit sind die Baustoffherstellung und -anwendung, die Qualitätssicherung sowie die Umweltverträglichkeit des Baustoffs und seiner Herstellung.

 

Der Beginn der 1990er Jahre steht ganz im Zeichen der deutschen Wiedervereinigung, die am 3. Oktober 1990 vollzogen wird. Nach der Wiedervereinigung bilden sich auch in den neuen Bundesländern regionale Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände der Transportbetonproduzenten, die sich teilweise auch an bereits bestehende Fachgruppen der alten Bundesländer anschließen. 

 


Eine Rückschau „Transportbeton in der DDR“ findet sich in unserer 50-Jahres-Chronik.

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Verfahrensmechaniker Transportbeton (m/w/d)

Da die Transportbetonindustrie bislang keinen eigenen Ausbildungsberuf anbietet, erarbeitet der BTB ab 1990 gemeinsam mit der Sozialpolitischen Arbeitsgemeinschaft Steine und Erden, dem Bundesinstitut für Berufsbildung sowie der Industriegewerkschaft Bau-Steine-Erden eine Ausbildungsverordnung für den Ausbildungsberuf Verfahrensmechaniker (m/w/d) der Steine- und Erdenindustrie Fachrichtung Transportbeton. Die Ausbildungsverordnung tritt 1992 in Kraft. Sie ermöglicht es allen Transportbetonunternehmen, selbständig Fachkräfte auszubilden. 

 

Betonforschung

Aufbauend auf dem ersten verbandlichen Forschungsprogramm zur Schaffung gesicherter Erkenntnisse über die Frischbetonherstellung der 1980er Jahre werden in den 1990er Jahren u. a. neue Prüfverfahren zur Dauerhaftigkeit von Beton, zur Beurteilung der Verarbeitbarkeit von Frischbeton, zur Wasserabsonderung von Frischbeton, dem sogenannten Bluten und zur Bewertung des Frost-Tausalz-Widerstands von Beton entwickelt.

Im Hinblick auf die Schonung natürlicher Ressourcen wird erstmalig geprüft, unter welchen Bedingungen aus Abbruchbeton aufbereitete Recyclingkörnung zur Herstellung von neuem Beton eingesetzt werden kann. Darauf aufbauend wird im Folgenden eine Richtlinie des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton (DAfStb) zur Herstellung von Beton mit rezyklierter Gesteinskörnung (Recyclingbeton) entwickelt.

Transportbeton auf internationaler Ebene

2001 ist der BTB, der zu den Gründungsmitgliedern des 1967 gegründeten Verbandes ERMCO (European Ready Mixed Concrete Organization) gehört, Ausrichter des alle drei Jahre stattfindenden ERMCO-Kongresses in Berlin.

Forschung für Beton

Seit dem Jahr 2000 richtet sich die Forschungsarbeit des BTB und der Forschungsgemeinschaft Transportbeton (FTB) u. a. auf den Selbstverdichtenden Beton. Ab 2007 werden im Rahmen einer Studie die für die Herstellung dieses Produktes erforderlichen Anlagenausstattungen in den Transportbetonwerken sowie die besonderen Anforderungen an Fahrmischer und Betonpumpen erforscht. Darauf aufbauend wird die wissenschaftliche Basis für die zielsichere Herstellung, Lieferung und Förderung von Ultrahochfestem Beton (UHFB) entwickelt. Damit wird die Beurteilung der maschinen- und prozesstechnischen Voraussetzungen für einen auf die Belange von UHFB abgestimmten Mischprozess ermöglicht.

Normung

Mit fortschreitender Entwicklung des Europäischen Binnenmarktes wird auch das Regel- und Normenwerk europäisch harmonisiert. Auf europäischer Ebene ist das Comité Européen de Normalisation (CEN), auf nationaler Ebene für Deutschland das Deutsche Institut für Normung (DIN) für das neue Regelwerk zuständig. Der BTB ist in allen den Baustoff Transportbeton betreffenden Normenausschüssen des DIN wie auch in vielen der relevanten Fachbereiche des CEN vertreten, um die Interessen der Transportbetonindustrie zu vertreten. Im April 2000 wird die europäische Betonnorm EN 206 europaweit angenommen. Die Arbeiten an der Revision der EN 206 beginnen unter Beteiligung des BTB 2010, die Schlussfassung der EN 206-1 erscheint im Juli 2014.

Kommunikationsoffensive

Vor dem Hintergrund der zu Beginn der 2000er Jahre stagnierenden Bauwirtschaft ergreift der BTB die Initiative und gründet im Jahr 2000 als eigene Marketinggesellschaft die „in puncto Transportbeton GmbH“. Aufgabe der neuen Gesellschaft ist, die über die BTB-spezifischen Aufgaben hinausgehenden Arbeitsbereiche, insbesondere in der Kommunikation zu forcieren.

Das seit 1994 erscheinende Informationsblatt „Transportbeton-Info“ wird 2000 einer inhaltlichen und gestalterischen Neuausrichtung unterzogen und erscheint nun vierteljährlich als Verbandszeitschrift „TB-iNFO“.

Umzug nach Berlin

Zum 01.01.2012 verlegt der BTB seinen Sitz von Duisburg nach Berlin. 

 

Marketing

Seit 2015 beteiligt sich der BTB an der InformationsZentrum Beton GmbH (IZB) in neuer Struktur als Förderpartner. Das IZB hat seit 2015 alle Gesellschaftsanteile der ehemaligen BetonMarketing Deutschland GmbH (BMD) übernommen. Alleiniger Gesellschafter des IZB ist seit diesem Jahr der Verein Deutscher Zementwerke (VDZ). 

Mit der BTB-Lernplattform stellt der Verband seit 2015 ein neues Hilfsmittel zur Aus- und Weiterbildung in den Betrieben der Branche vor.

Forschen für Beton

In Zusammenarbeit mit dem Verein Deutscher Zementwerke e.V. (VDZ) und der Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau e.V. (FDB) schließt der BTB 2013 die Arbeiten an der Umweltproduktdeklaration (Environmental Product Declaration – EPD) für Beton ab. 

Projekte der Forschungsgemeinschaft Transportbeton (FTB) konzentrieren sich auf den Wissenstransfer im Bauwesen, den Einsatz von Dränbeton im kommunalen Straßenbau, die Konformitätsbewertung und werkseigene Produktionskontrolle sowie die Erhöhung des Recyclinganteils bei der Betonherstellung.

Ausbildungsinitiative

Bereits 2013 startet der BTB eine Ausbildungsinitiative zur Erhöhung der Bekanntheit des Ausbildungsberufes Verfahrensmechaniker Transportbeton (m/w/d). In diesem Rahmen werden eine Broschüre, Plakate, eine Internetseite sowie ein berufskundlicher Film für Berufe.TV der Bundesagentur für Arbeit erstellt. Ergänzend dazu publiziert der BTB 2016 für alle Transportbetonunternehmen den Leitfaden „Wie wird man ein Ausbildungsbetrieb und wie findet man die richtigen Azubis?“, kooperiert mit der Internetplattform „ausbildung.de“ und baut die Internetaktivitäten zur Gewinnung von Auszubildenden aus.

Zur weiteren Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in der Transportbetonindustrie richtet der BTB im Januar 2016 ein neues Gremium zur „Arbeitssicherheit“ ein. In diesem Ausschuss sind bis heute Mitglieder aus den Bereichen Transportbeton, Betonpumpen, Qualitätssicherung, der

Chronik und Film 1966-2016


Im Jahr 2016 feiert der BTB seinen 50-jährigen Geburtstag in Berlin und veröffentlicht eine Chronik über die Entwicklung des Baustoffs, der Branche und unseres Verbandes. Von den möglicherweise zufälligen Anfängen über seine frühe Hochzeit im alten Rom, über die eigentliche Erfindung des Transportbetons, seine Pionierzeit und weitere Entwicklung bis hin zu seiner heutigen Verwendung. 

Für alle Interessierten steht diese Chronik als Printausgabe nach wie vor zur Verfügung. 
Hier finden Sie die Chronik im Betonshop: Chronik 50 Jahre BTB

Und hier den damals begleitenden Jubiläumsfilm aus dem Jahr 2016:
Jubiläumsfilm (externer Link zu YouTube)

Zur weiteren Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in der Transportbetonindustrie richtet der BTB im Januar 2016 ein neues Gremium zur „Arbeitssicherheit“ ein. In diesem Ausschuss sind bis heute Mitglieder aus den Bereichen Transportbeton, Betonpumpen, Qualitätssicherung, der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) und des BTB vertreten. 

In 2016 initiiert die Forschungsgemeinschaft Transportbeton das Forschungsvorhaben „Zielsicheres Pumpen von Beton“. Im Rahmen des AiF-Projektes untersucht die Technische Universität Dresden verschiedene Methoden für die Vorhersage der Pumpbarkeit unterschiedlicher Arten von Frischbeton

2018 schafft der BTB mit dem Branchenportal www.sicher-arbeiten-mit-beton.de eine zentrale Anlaufstelle für alle relevanten Materialien zum Thema Arbeitssicherheit in der Transportbetonindustrie. 

Arbeitssicherheit

Seit 2022 initiiert der BTB den Wettbewerb „Sicher arbeiten mit Beton“ und zeichnet im Rahmen der Fachtagung „Praxis Transportbeton 2022“ in Berlin erstmalig die Gewinner dieses Wettbewerbs aus. Seit Oktober 2022 veröffentlicht der BTB in Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) eine Statistik über das Unfallgeschehen.

 

Forschung und Technik

2021 startet der BTB das erste Forschungsprojekt zum Thema „Klimaneutraler Beton – ein Beitrag zum klimaverträglichen Bauen“. Weitere Forschungsprojekte widmen sich u. a. der Dauerhaftigkeit von Beton. Eine von der Forschungsgemeinschaft Transportbeton gemeinsam mit der TU Kaiserslautern durchgeführte Arbeit zur „Steigerung des Frischbetonrecyclings“ wird 2022 mit dem hoch angesehenen „Otto von Guericke“-Preis der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen ausgezeichnet.

Im Mai 2023 startet das FTB-Forschungsvorhaben „Carbonbeton für Ortbetonbauteile“ und im Oktober 2023 erscheint der Schlussbericht des Forschungsvorhabens „Digitales Bauen – 3D-Druck mit Transportbeton (ready2print)“. Das Forschungsvorhaben untersucht die Praxistauglichkeit der 3D-Druck-Anwendung mit Transportbeton nach Norm. Ein weiteres, vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördertes Projekt zum Thema R-Beton beginnt im April 2024 und im Juli desselben Jahres fällt der Startschuss für das Forschungsvorhaben „Emissionsreduzierter und ressourceneffizienter Transportbeton – Ein Beitrag zum Klimaschutz“.

Im Juli 2022 erscheinen die Entwürfe der neuen DIN-1045-Reihe. Über viele Jahre hin hatte sich der BTB dafür eingesetzt, das „BBQ-Konzept“ in aller Konsequenz am Ende auch in eine neue „Generation“ der Normenreihe DIN 1045 zu überführen. Dieses Ziel wurde erreicht: Das BBQ-Konzept mit dem zugehörigen Kommunikationsprozess wird eine neue DIN 1045-1000. Mit der neuen „Generation“ der DIN-1045-Reihe und speziell mit der neuen DIN 1045-1000 beginnt für alle am Bauen mit Beton Beteiligten ein neues Kapitel – ein neuer und gemeinsamer Weg. Im Oktober 2023 erscheint die Neuauflage der Normenreihe DIN 1045 „Tragwerke aus Beton, Stahlbeton und Spannbeton“.

 

 

Nachhaltigkeit

Im Frühjahr 2017 wird der BTB Mitglied im Concrete Sustainability Council (CSC) und als Systembetreiber für Deutschland benannt. Die Übergabe der ersten Zertifikate an Unternehmen der Transportbetonindustrie erfolgt im Januar 2018 Bereits im August 2019 sind weltweit 217 Werke zertifiziert, davon 73 in Deutschland. 2022 erweitert das CSC sein Zertifizierungssystem für Beton um ein „CO2-Modul“. Das Technische Handbuch des Concrete Sustainability Councils bzw. des R-Moduls Version 2.1 wird im Oktober 2022 fertiggestellt. Im Oktober 2025 wird in Deutschland das tausendste Werk zertifiziert. Nachhaltiges Bauen und Klimaschutz sind große und gemeinsame Aufgaben der Baubranche: Im September 2022 wird der BTB Gründungsmitglied von solid UNIT e. V., dem Netzwerk für den innovativen Massivbau.

 

Aus- und Weiterbildung

Ein mögliches „Zugpferd“ zur Gewinnung von Quereinsteigern ist das Forschungsprojekt „BetonQuali“, das der BTB ab 2018 in Kooperation mit fünf weiteren Partnern koordiniert. „BetonQuali“ wird sich in den folgenden Jahren zu einer berufsbegleitenden Qualifizierungsmöglichkeit für Mitarbeitende aus fachfremden Berufen in der Betonindustrie entwickeln. In Zusammenarbeit mit anderen Fachverbänden der Steine- und Erdenindustrie, den Eckert-Schulen und der IHK-Regensburg bietet der BTB seit 2018 die Meisterausbildung „Industriemeister Aufbereitungs- und Verfahrenstechnik IHK (m/w)“ an. Im Jahr 2021 bündelt der BTB sein bisher über verschiedene Systeme und Plattformen zur Verfügung gestelltes Aus- und Weiterbildungsangebot in der neuen Plattform betonwissen.de. Ab dem Jahr 2021 setzt die Ausbildungskampagne des BTB verstärkt auf Bewegtbilder. So entstehen werbliche Filme zur Gewinnung von Auszubildenden Baustoffprüfern (m/w/d) als auch Verfahrensmechanikern (m/w/d). Beide Filme werden in insbesondere über YouTube in den Folgejahren anzeigengestützt beworben. 

Blick nach vorn

 

Die Geschichte und die Aktivitäten unseres Verbandes waren in den vergangenen  Jahren weit umfänglicher als hier beschrieben. In der Aufbereitung haben wir uns besonders im Teil „2016 bis heute“ an den Themen der in unserer im Jahr 2025 in unserer Broschüre „Besser im Verband“ formulierten Agenda 2030 orientiert. Dort formulieren wir unter dem „Mit weniger mehr bauen.“ die Aufgaben und Ziele unseres Verbandes in den als Kernaufgaben definierten Arbeitsfeldern Nachhaltigkeit, Technik und Forschung, Arbeitssicherheit sowie Aus- und Weiterbildung. Hier finden Sie weitere Informationen datzu.

Das Jubiläumsjahr 2026 ist ein besonderes für den BTB. Mit Dr. Olaf Aßbrock wird der nach Dr. Max Bönner und Hans-Peter Braus erst dritte Hauptgeschäftsführer unseres Verbandes in den Ruhestand treten. Zum Ende des Jahres wird die neue BTB-Hauptgeschäftsführung mit Dr. Oliver Möllenstädt, seinem Vertreter Hannes Krüger und dem Team der Berliner Geschäftsstelle die Reise in das nächste Jahrzehnt der Verbandsgeschichte antreten. 

Bleiben Sie uns verbunden.


Viele Menschen haben die Geschichte unseres Verbandes geprägt.


Einige von Ihnen in ganz besonderer Art und Weise:

Präsidenten

  • Wilhelm Weber (1966–1969 und 1970–1983)
  • Hans-Rudi Schröder (1969–1970)
  • Hermann Warmke (1983–1993)
  • Dietrich Ilius (1993–1995)
  • Kurt Bischof (1995–2003)
  • Erwin Kern (2003–2023), seit 2023 Ehrenpräsident
  • Felix Manzke (seit 2023)

Jürgen-Hinrich-Magens-Medaille

Zu Ehren von Jürgen Hinrich Magens, der sich seine „Methode, frischen Beton stationär herzustellen und verarbeitungsfähig auf die Baustelle zu bringen“, am 10. Januar 1903 vom Deutschen Patentamt in Berlin patentieren ließ, hat der BTB die Jürgen Hinrich Magens-Medaille gestiftet. Die Medaille wird durch den Vorstand des Bundesverbandes der Deutschen Transportbetonindustrie e. V. Persönlichkeiten zuerkannt, die sich aktiv für den Baustoff Transportbeton, die Branche oder den Verband eingesetzt und ein besonderes Engagement gezeigt haben.

Dies waren bisher:

  • Dr. Anton Dübgen (1983)
  • Wilhelm Weber (1983)
  • Max Contag (1985
  • Hans-Rudi Schröder (1985)
  • Karl-August Biben: (1987):
  • Walter Voeth (1992)
  • Rudolf Peter (1993)
  • Dr. Hermann Warmke (1993)
  • Theodor Brenke (1994)
  • Pius Geiger (sen.) (1996)
  • Kurt Bischof (2003)
  • Dietrich Ilius (2003)
  • Johann-Heinrich Frankenfeld (2005)
  • Detlev Schumann (2005)
  • Alfred Weimann (2005)
  • Pius Geiger (2021)
  • Michael Weber (2021)
  • Dr. Erwin Kern (2023)

Hans Schuy-Ehrennadel

Die Ehrennadel wird durch den Bundesverband der Deutschen Transportbetonindustrie an Persönlichkeiten verliehen, die sich in Arbeitsgremien der Transportbetonverbände besondere langjährige Verdienste erworben haben. Ihr Namensgeber Hans Schuy gründete 1951 zusammen mit der Rheinischen Kalksteinwerke GmbH das Mörtelwerk Colonia. Dieses Werk lieferte am 13. Mai 1954 den ersten urkundlich belegten Kubikmeter Transportbeton im Nachkriegsdeutschland aus. Zuvor hatte Schuy das erste in Deutschland gefertigte Transportbeton-Mischfahrzeug in Auftrag gegeben.

Trägerinnen und Träger der Hans Schuy-Ehrennadel:

  • Klaus Schwensow (1996)
  • Heinz Jeziorek (1998)
  • Ernst W. Kittelberger (2001)
  • Dr. Jürgen Krell (2001)
  • Hermann Truthän (2004)
  • Joachim Dörich (2007)
  • Rolf Gieselmann (2010)
  • Günter Leitow (2014)
  • Michael Warzecha (2016)
  • Raymund Böing (2019)
  • Christiane Bohlmann (2019)
  • Ingo Lothmann (2025)
  • Gerd Pönisch (2026)