Concrete Sustainability Council (CSC)

Das Zertifizierungssystem des Concrete Sustainability Council (CSC) bietet Herstellern von Transportbeton in Zukunft neue Chancen: Es fördert die Transparenz über den Herstellungsprozess von Beton und dessen Lieferkette sowie deren Auswirkungen auf das soziale und ökologische Umfeld.

Wer ist angesprochen?

Zielgruppe des CSC-Zertifizierungssystems sind Betonhersteller, Zementhersteller und Hersteller von Gesteinskörnung. Unternehmen, die sich für nachhaltiges Wirtschaften engagieren, sollen durch dieses System honoriert werden. Der Wert des CSC-Zertifizierungssystems ergibt sich insbesondere aus der avisierten Anerkennung durch internationale Systeme zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden wie BREEAM, LEED und DGNB. In Deutschland überarbeitet die DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen derzeit das Kriterium „responsible sourcing“. Die CSC-Zertifizierung findet dabei Berücksichtigung.

Grundsätze des CSC-Zertifizierungssystems

Das CSC-Zertifizierungssystem verfolgt drei wesentliche Grundsätze: Unabhängigkeit, Glaubwürdigkeit und Qualifizierung. Das CSC versteht sich als unabhängige internationale Organisation, die ein Zertifizierungssystem betreibt. Die Zertifizierung selbst erfolgt durch unabhängige anerkannte Zertifizierungsstellen.

BTB ist lokaler CSC-Systembetreiber

Der BTB, seit April 2017 Mitglied im CSC. Seit Mai 2017 ist der BTB lokaler CSC-Systembetreiber und unterstützt damit die Implementierung des Zertifizierungssystems in Deutschland. In diesem Rahmen zeichnet der BTB für das Management des Systems hinsichtlich regionaler und lokaler Aspekte in Deutschland verantwortlich.

Kriterien für die CSC-Zertifizierung

Unternehmen der Transportbeton- und Betonfertigteilindustrie können sich durch das CSC zertifizieren lassen. Die Zertifizierung erfolgt in den vier Kategorien Ökonomie, Ökologie, dem sozialen Aspekt der Nachhaltigkeit sowie in der Kategorie Management. Die Zertifizierung umfasst sowohl das Betonunternehmen bzw. -werk als auch dessen Lieferkette. Neben den Grundvoraussetzungen für eine Zertifizierung untergliedern sich die vier Kategorien in 23 Kriterien (siehe Abbildung).

Im Rahmen der Zertifizierung werden entsprechend diesen Kriterien Bewertungspunkte, sogenannte „Credits“, vergeben. Maximal können 100 Prozent der Credits für das Betonwerk und dessen Lieferkette vergeben werden. Dieses Gesamtergebnis setzt sich aus dem „Betonergebnis“ und den Beiträgen aus der Lieferkette zusammen. Dabei wird das Betonwerk mit 60 % der Credits, die Lieferkette mit 40 % bewertet; bei der Bewertung der Lieferkette werden die Zementhersteller mit 25 % der Credits, Gesteinskörnungslieferanten werden mit 15 % gewichtet. Für eine Zertifizierung müssen unabhängig vom Zertifizierungsniveau alle Grundvoraussetzungen erfüllt sein. Bei der Erzielung dieser Credits ist zu berücksichtigen, dass sich eine Vielzahl von diesen auf den anerkannten Stand der Technik (Good Practices) bezieht.

Kostenloser "Quick-Scan"

Das CSC bietet die Durchführung einer kostenfreien Schnellabfrage („Quick-Scan“) mittels der „CSC-Toolbox“ an. An einer deutschen Fassung der Toolbox wird gearbeitet

Bewertung der Lieferkette

Auch die Bewertung der Lieferkette wurde für die Transportbetonhersteller möglichst einfach und effizient gestaltet: Die Bewertung der zuliefernden Zementhersteller erfolgt – wie für die Betonhersteller – über das CSC-Zertifizierungssystem. Für die Bewertung der Hersteller von Gesteinskörnungen hat das CSC auch die  Möglichkeit für eine Eigenbewertung über die CSC-Toolbox eingerichtet. Nach Benennung der Zulieferer für Gesteinskörnungen durch den Betonhersteller erhalten diese eine Benachrichtigung und werden aufgefordert, über die Toolbox eine Eigenbewertung durchzuführen. Sobald das Bewertungsergebnis dieser Eigenbewertung zur Verfügung steht, fließt dieser Teil in die Bewertung des Betonherstellers mit ein. Allerdings wird bei der Eigenbewertung ein Abschlag von 40 % auf den erreichten Stand angesetzt.

Will sich der Betonhersteller einen Überblick über die Bewertung seiner Zulieferer via Toolbox verschaffen, so ist für ihn die Gesamtübersicht seiner Lieferanten transparent, Einzelergebnisse sind jedoch nicht sichtbar. In Version 1.0 des CSC-Zertifizierungssystems sind in der Lieferkette Gesteinskörnung und Zement weder Zertifikate noch die Einordnung in die Niveaus (Bronze, Silber, Gold) vorgesehen.

Aufwand für die Zertifizierung

Die CSC-Lizenzkosten ergeben sich in Abhängigkeit der zu zertifizierenden Anzahl an Werken und einer eventuellen CSC- bzw. Verbands-Mitgliedschaft. Für CSC- und BTB-Mitglieder wird ein Preisnachlass gewährt. Die Kosten der Überprüfung der eingereichten Unterlagen durch  den jeweiligen Zertifizierungs-Dienstleister (Auditor) unterliegen individuellen Angebotsprozessen.

Zu denen vom CSC zugelassenen Zertifizierungs-Dienstleistern gehören in Deutschland SGS, Kiwa, TÜV Süd und VDZ. Sichtbare Einsparpotenziale werden sich bei der gleichzeitigen Zertifizierung von mehreren Betonwerken ergeben. Die Zertifikate gelten über einen Zeitraum von drei Jahren. Lediglich eine überschaubare Anzahl von Bewertungspunkten mit einem hohen Änderungspotenzial (z. B. innerhalb der Lieferkette) wird jährlich überprüft werden. Die Kosten hierfür werden vom CSC getragen, solange die eingereichten Unterlagen entsprechend konform sind.

Kontakt zu den Zertifizierern

Fiz-Zert des VDZ

KIWA

SGS

TÜV SÜD

Weitere Informationen über das CSC, seine Organisation und Mitglieder unter:
www.concretesustainabilitycouncil.org

Login Mitgliederbereich

Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

Der BTB ist Mitglied im CSC

Ihr Ansprechpartner

Bei Rückfragen zur CSC-Zertifizierung wenden
Sie sich gerne an

Andreas Tuan Phan
Telefon: 030 2592292-37

Artikel über das CSC in TB-iNFO 68

Diese Internetseiten sind ein Service
der deutschen Zement- und Betonindustrie

Logo - Transportbeton.org
  • Facebook
  • Twitter
  • youtube

Beton in Social Media.