Baustoff

Beton besteht im Wesentlichen aus Zement, Gesteinskörnung (Sand, Kies oder Natursteinsplitt) und Wasser. Gesteinskörnungen machen dabei mengenmäßig den größten Bestandteil aus. Für die diese Rohstoffe nutzende Transportbetonindustrie ist der verantwortungsvolle und bewusst sparsame Umgang mit allen natürlichen Ressourcen ein Schlüssel zu einer nachhaltigen Produktion des Baustoffs. 

Neben natürlichen Rohstoffen wie Sand und Kies kommen zunehmend rezyklierte Gesteinskörnungen zum Einsatz, die aus dem Rückbau von Gebäuden und Infrastrukturbauten aus Beton gewonnen werden. Durch selektiven Abbruch, qualitätsgesicherte Aufbereitung und Sortierung können hochwertige Recycling-Gesteinskörnungen hergestellt und als Sekundärrohstoffe in der Betonproduktion eingesetzt werden. 

Der Einsatz rezyklierter Gesteinskörnungen trägt zur Schonung natürlicher Ressourcen bei und ist ein zentrales Element der Kreislaufwirtschaft. In Deutschland werden mineralische Bauabfälle bereits heute zu über 90 % vorwiegend im Tiefbau verwertet; ein wachsender Anteil fließt zurück in die Betonherstellung. 

Die Verwendung rezyklierter Gesteinskörnungen im Beton ist technisch geregelt und abhängig von so genannten Expositions- und Feuchtigkeitsklassen. Je nach Anforderung können durch bautechnische Anforderungen begrenzte Anteile der Gesteinskörnung substituiert werden. Das „R-Modul“ des Concrete Sustainability Council (CSC) schafft zusätzliche Transparenz, indem es Betone mit definierten Mindestanteilen an rezyklierten Gesteinskörnung zertifiziert.

Im Berichtsjahr 2025 lag der durchschnittliche Anteil rezyklierter Gesteinskörnungen bei den berichtenden Unternehmen bei 1,98 M.-%, basierend auf den Angaben von 31 Unternehmen mit einer Transportbetonproduktion von 7.967.328 m³. Bezogen auf einen durchschnittlichen Beton der Betondruckfestigkeitsklasse C25/30 entspricht dies einer Substitution von rund 23 kg grober Primärgesteinskörnung durch rezyklierte Gesteinskörnung je Kubikmeter Beton. Dabei sind die begrenzte Verfügbarkeit und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bei der Verwendung rezyklierter Gesteinskörnung zu berücksichtigen.

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Ø Anteil rezyklierter Gesteinskörnung

Weiterführende Links:

Forschung: Beton mit rezyklierten Gesteinskörungen

Mehr

Das R-Modul des Concrete Sustainability Council (CSC)

CSC-Website

Ressourcenschonend Bauen mit Beton (externer Link)

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Wasser ist ein unverzichtbarer Ausgangsstoff für Beton: Es ermöglicht die so genannte Hydratation, einen chemischen Reaktionsprozess bei der Herstellung von Beton, der bewirkt, dass Beton zunächst erhärtet und später seine Festigkeit erhält. Die Betonherstellung erfordert je nach Anforderung an die Druckfestigkeits-, Expositions- und Konsistenzklasse pro Kubikmeter etwa 160 bis 180 Liter Zugabewasser.

Darüber hinaus wird Wasser auch für die Reinigung von Mischern und anderen Anlagen im Betonwerk sowie Fahrmischern eingesetzt. Der hier ausgewiesene Gesamtwasserverbrauch umfasst sowohl produktionsbezogene als auch nicht produktionsbezogene Wasserverbräuche, die in den Transportbetonwerken angefallen sind. Er wird in Litern je produziertem Kubikmeter Beton ausgewiesen. 

Ein zentrales Element nachhaltiger Produktionsprozesse ist der geschlossene Wasserkreislauf. In Transportbetonwerken wird sogenanntes Restwasser aus der Reinigung sowie aus zurückgeführtem Frischbeton gesammelt, aufbereitet und erneut der Produktion zugeführt. Dabei werden Gesteinskörnungen vom Wasser getrennt und beide Stoffströme wiederverwendet. Regenwasser kann zusätzlich gesammelt und im Werk genutzt werden, während die Entnahme aus externen Quellen häufig genehmigungsrechtlich begrenzt ist.

Frischbeton- und Restwasserrecycling sind in Deutschland gängige Praxis und tragen dazu bei, den Bedarf an Frischwasser zu reduzieren und Gewässer zu schützen.

Im Berichtsjahr 2025 betrug der durchschnittliche Gesamtwasserverbrauch der berichtenden Unternehmen 179,04 Liter je m³ Transportbeton, basierend auf den Angaben von 15 Unternehmen mit einer Transportbetonproduktion von rund 4.995.663 m³.

Der durchschnittliche Restwassereinsatz betrug im Jahr 2025 50,89 kg je m³ Transportbeton, basierend auf den Angaben von 16 Unternehmen mit einer Transportbetonproduktion von 4.723.233 m³.

Die Angabe des Restwassereinsatzes erfolgt in Kilogramm, da das Restwasser wie die anderen Ausgangsstoffe der Betonherstellung verwogen wird. 

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kg/m³

Durchschnittlicher Restwassereinsatz bei der Transportbetonproduktion

Die Klimawirkung von Beton wird maßgeblich durch den eingesetzten Zement bestimmt, der neben Wasser und Gesteinskörnungen einen wesentlichen Bestandteil des Baustoffs bildet. Etwa 80 % der Treibhausgasemissionen von Beton sind auf den Zement zurückzuführen; pro Kubikmeter Beton werden durchschnittlich rund 300 kg Zement eingesetzt. 

Die Emissionsintensität des Zements hängt insbesondere von dessen Zementklinkeranteil ab. Dessen Herstellung ist sowohl energieintensiv und setzt auch prozessbedingt CO2 frei.

Beton mit klassischen Portland-Zementen

Klassische Portlandzemente enthalten im Mittel rund 97,5 % Klinker.

Beton mit klassischen Portland-Zementen

Beton mit klinkerreduzierten Zementen

Der Zementklinkeranteil der 31 berichtenden Unternehmen lag durchschnittlich bei 67,13 %.

Beton mit klinkerreduzierten Zementen

Während klassische Portlandzemente im Mittel rund 97,5 % Klinker enthalten, kann dieser Anteil bei Hochofenzementen mit hohem Hüttensandgehalt, so genannte CEM III-Zemente, deutlich geringer ausfallen. Der Einsatz klinkerreduzierter Zemente stellt einen wichtigen Hebel zur Dekarbonisierung der Transportbetonindustrie dar. Dabei ist jedoch zu beachten, dass der Zementklinkeranteil in Abhängigkeit von Beanspruchung und geforderter Druckfestigkeit eines Betonbauteils nicht beliebig reduziert werden kann.

Im Berichtsjahr 2025 lag der durchschnittliche Zementklinkeranteil der berichtenden Unternehmen bei 67,13 %, basierend auf den Angaben von 31 Unternehmen mit einer Transportbetonproduktion von 7.967.328 m³.

Folgt man der Dekarbonisierungs-Roadmap des Vereins Deutscher Zementwerke e.V. (VDZ) wird die Verwendung von klinkereffizienten Zementen in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. Werden die ambitionierten Ziele der Roadmap umgesetzt, beträgt die kumulierte CO₂-Minderung durch klinkereffiziente Zemente bis 2045 etwa 60 Mio. Tonnen.

Weiterführende Links:

Forschung: Klimaoptimierter Beton

Mehr

Forschung: Emissionsreduzierter und ressourceneffizienter Transportbeton

MEHR

Klimaeffizient bauen mit Beton (externer Link)

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