Transport

Der Transport von Frischbeton zur Baustelle erfolgt überwiegend mit Fahrmischern. Diese Spezialfahrzeuge gewährleisten, dass der Beton während des Transports in Bewegung bleibt und seine Verarbeitbarkeit behält. In der Transportbetonindustrie wird der Kraftstoffverbrauch der Fahrmischer als wichtiger Leistungsindikator betrachtet und in der Regel in Litern Diesel pro transportiertem Kubikmeter Beton erfasst. Dabei gewinnen alternative Antriebstechnologien und Kraftstoffe sowie effizientere Logistikprozesse zunehmend an Bedeutung, um den Energieverbrauch im Transport weiter zu reduzieren.

Der Dieselverbrauch entsteht nicht nur während der Fahrt zwischen Betonwerk und Baustelle, sondern auch beim Be- und Entladen des Betons. Während dieser Prozesse muss die Mischtrommel kontinuierlich rotieren, um eine gleichmäßige Mischung sicherzustellen. Dadurch wird auch im Stand Kraftstoff benötigt.

Die Höhe des Kraftstoffverbrauchs hängt unter anderem vom Alter und der technischen Ausstattung der Fahrzeuge ab. Moderne Lkw mit aktuellen Motorengenerationen weisen in der Regel eine bessere Energieeffizienz sowie geringere Emissionen auf als ältere Fahrzeuge. Daher investieren viele Unternehmen kontinuierlich in die Modernisierung ihrer Fahrzeugflotten.

Im Berichtsjahr 2025 lag der durchschnittliche Dieselverbrauch der berichtenden Unternehmen bei 2,87 Litern pro m³ transportiertem Beton. Grundlage der Auswertung waren die Angaben von 16 Unternehmen mit einer Gesamtproduktion von 2.669.030 m³ Transportbeton.

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Liter/m³

Dieselverbrauch von Fahrmischern

Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Klimaschutz und Ressourceneffizienz gewinnt die Nutzung alternativer Antriebstechnologien und Kraftstoffe an Bedeutung. Ziel ist es, die mit dem Transport verbundenen CO₂-Emissionen schrittweise zu reduzieren und langfristig klimafreundlichere Logistiklösungen zu etablieren.

Neben batterieelektrischen Fahrzeugen und Hybridantrieben werden auch alternative Kraftstoffe als mögliche Übergangslösungen diskutiert. Dazu zählen beispielsweise hydrierte Pflanzenöle (HVO), verflüssigtes Erdgas (LNG) oder synthetische Kraftstoffe. Diese können – je nach Technologie und Herkunft der Energieträger – dazu beitragen, die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu herkömmlichem Diesel zu senken. Auch Wasserstoff wird perspektivisch als Energieträger im Schwerlastverkehr betrachtet. Brennstoffzellenfahrzeuge erzeugen elektrische Energie direkt im Fahrzeug und stoßen lokal lediglich Wasserdampf aus. Der flächendeckende Einsatz solcher Technologien ist jedoch noch von technischen, infrastrukturellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig. Die Transportbetonindustrie setzt auf einen technologieoffenen Ansatz. Ein Mix aus effizienteren Fahrzeugen, alternativen Kraftstoffen und neuen Antriebssystemen kann dazu beitragen, die Emissionen des Transportsektors langfristig zu senken.

Im Berichtsjahr 2025 verfügten die befragten Unternehmen über insgesamt 184 unternehmenseigene Fahrmischer in Deutschland. Davon waren 2 Fahrmischer vollelektrisch betrieben. Den Angaben der Unternehmen zufolge ist innerhalb der nächsten drei Jahre die Anschaffung von weiteren 10 vollelektrischen Fahrmischern geplant.

Keiner der insgesamt 184 Fahrmischer wurde weder ausschließlich mit Diesel noch vollelektrisch betrieben, sondern mit alternativen Antriebstechnologien oder Kraftstoffen. Auch in diesem Bereich planen die Unternehmen eine Ausweitung: Innerhalb der nächsten drei Jahre ist die Beschaffung von 30 Fahrmischern mit alternativen Antriebstechnologien oder alternativen Kraftstoffen vorgesehen.

Die Angaben basieren auf den Rückmeldungen von 12 Transportbetonherstellern in Deutschland mit einem Produktionsvolumen von 2.046.967 m³ im Jahr 2025.

Der Transport und Einbau von Frischbeton zur bzw. auf der Baustelle erfolgt überwiegend mit Fahrmischern und weiteren Spezialfahrzeugen wie Betonpumpen. Die Modernisierung des Fuhrparks ist daher ein wichtiger Hebel, um Emissionen zu reduzieren und die Effizienz der Transportlogistik zu verbessern. Neue Fahrzeuggenerationen verfügen über alternative elektrische oder hybride Antriebe, optimierte Motorentechnologien, effizientere Einspritzsysteme und verbesserte Abgasnachbehandlungen, wodurch der Kraftstoffverbrauch sowie Schadstoffemissionen deutlich gesenkt werden können. Darüber hinaus wird durch den Einsatz alternativer Kraftstoffe ein Beitrag zur schrittweisen Dekarbonisierung der Logistik in der Transportbetonindustrie geleistet.

Viele Unternehmen der Transportbetonindustrie investieren daher kontinuierlich in die Erneuerung ihrer Fahrzeugflotten. Durch den Ersatz älterer Fahrzeuge lassen sich nicht nur CO₂-Emissionen und Kraftstoffverbrauch reduzieren, sondern auch Lärm- und Schadstoffbelastungen verringern. Gleichzeitig tragen moderne Fahrzeuge zu einer höheren Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit im täglichen Transport von Frischbeton bei.

Neben der technischen Modernisierung gewinnt auch die Digitalisierung des Flottenmanagements an Bedeutung. Die regelmäßige Erfassung und Auswertung von Verbrauchsdaten ermöglicht es, den Einsatz der Fahrzeuge weiter zu optimieren und Einsparpotenziale zu identifizieren.

Im Jahr 2025 betrug die Gesamtanzahl der in Deutschland zugelassenen Fahrmischer 7.327. 

Die 5 zu diesem Kriterium im BTB-Nachhaltigkeitsbericht 2025 berichtenden Unternehmen, mit einer Produktionsmenge von 2.629.472 m³ ersetzten 22 ihrer Fahrmischer durch neue, umweltfreundlichere Modelle.

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Titelbilder der downloadbaren Elemente

Downloads

Untenstehend finden sich PDF-Dateien mit dem Prüfvermerk der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gemäß ISAE 3000 (Revised) hinsichtlich ausgewählter Nachhaltigkeitskennzahlen (KPIs) im Rahmen des BTB-Branchennachhaltigkeitsberichts 2026 sowie des Leitfadens für teilnehmende Unternehmen und eine Übersicht der teilnehmenden Unternehmen.