Energie

Bei der Herstellung von Beton wird elektrische Energie benötigt, um die technischen Anlagen im Betonwerk zu betreiben. Zu den wichtigsten Stromverbrauchern zählen der Betonmischer und die Förderbänder für Gesteinskörnungen. Auch Dosier- und Wiegesysteme, Steuerungstechnik sowie weitere Nebenaggregate tragen zum Energiebedarf bei.

Der Stromverbrauch wird üblicherweise als Kennwert in Kilowattstunden (kWh) pro produziertem Kubikmeter Beton angegeben und ermöglicht damit eine gute Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Produktionsstandorten oder Zeiträumen.

Im Vergleich zu anderen Prozessschritten der Betonherstellung ist der Strombedarf im Transportbetonwerk relativ gering. Der größte Anteil der gesamten Energie, die mit der Herstellung von Beton verbunden ist, entfällt auf die Zementproduktion. Dennoch bleibt der Stromverbrauch der Betonproduktion ein wichtiger Indikator für die Effizienz der Produktionsanlagen. Durch moderne Mischtechnik, optimierte Förderanlagen und digital gesteuerte Prozesse kann der Energiebedarf kontinuierlich reduziert werden. Viele Unternehmen erfassen den Stromverbrauch daher systematisch und nutzen ihn als Kennzahl, um Verbesserungen im Betrieb sichtbar zu machen und Energieeinsparpotenziale zu identifizieren. 

Im Berichtsjahr 2025 lag der durchschnittliche Stromverbrauch pro m³ Transportbeton der berichtenden Unternehmen bei 5,58 kWh, basierend auf den Angaben von 31 Unternehmen mit einer Transportbetonproduktion von 7.967.328 m³.

0

kWh

Ø Stromverbrauch pro Kubikmeter Transportbeton

Neben dem absoluten Stromverbrauch gewinnt auch die Herkunft der eingesetzten Energie zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Transportbetonhersteller beziehen zumindest einen Teil ihres Stroms bewusst aus erneuerbaren Quellen. Dieser Anteil wird in Prozent des gesamten Stromverbrauchs angegeben und zeigt, wie stark die Produktion bereits auf nachhaltige Energiequellen umgestellt ist.

Zu den erneuerbaren Energien zählen Wind- und Sonnenenergie, Wasserkraft, Geothermie oder Energie aus Biomasse. Im Gegensatz dazu basieren fossile Energieträger wie Erdgas oder Diesel auf endlichen Ressourcen und verursachen bei ihrer Nutzung erhebliche CO₂-Emissionen.

Die zunehmende Nutzung erneuerbarer Energien ist ein wichtiger Hebel zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen in der Transportbetonindustrie. Brancheninitiativen und Zertifizierungssysteme wie das des Concrete Sustainability Council (CSC) fördern den Einsatz klimafreundlicher Energiequellen und geben Unternehmen dadurch einen Anreiz, fossile Brennstoffe schrittweise zu ersetzen. In vielen Betrieben geschieht dies durch den Bezug von Ökostrom oder durch Verträge mit Energieversorgern, die einen höheren Anteil erneuerbarer Energie im Strommix garantieren.

Im Berichtsjahr 2025 betrug der durchschnittliche Stromverbrauch von elektrischen Energien aus erneuerbaren Quellen pro m³ Transportbeton 3,18 kWh. Der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtstromverbrauch liegt bei 56,76 %. Grundlage der Ergebnisse bilden die Angaben von 24 Unternehmen mit einer Gesamtproduktion von 6.580.125 m³ Transportbeton.

56,76 %

Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtstromverbrauch

Neben dem Bezug von grünem Strom ist auch die eigene Erzeugung erneuerbarer Energie auf Werksgeländen ein Thema für die Unternehmen der Transportbetonindustrie.  Dabei kommen Photovoltaikanlagen auf Außenflächen von Produktionshallen sowie auf Lager- oder Verwaltungsgebäuden zum Einsatz. In einigen Fällen ergänzen auch Windenergieanlagen die lokale Stromerzeugung. 

Die Eigenproduktion bietet mehrere Vorteile: Sie reduziert die Abhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz, senkt langfristig Energiekosten und verbessert gleichzeitig die CO₂-Bilanz der Produktion. 

0

%

Anteil der eigenproduzierten elektrischen Energie aus erneuerbaren Quellen am Stromverbrauch

Im Berichtsjahr 2025 betrug der Anteil der eigenproduzierten elektrischen Energie aus erneuerbaren Quellen am Stromverbrauch 16,95 %. Die Angaben basieren auf Daten von 23 Unternehmen mit einer Transportbetonproduktion von 6.996.600 m³.

Weitere Bereiche unseres Nachhaltigkeitsberichts

Baustoff

Verantwortungsvoller, sparsamer Umgang mit Ressourcen sowie Aspekte der Kreislaufwirtschaft sind Schlüssel zu einer nachhaltigen Produktion.

Link

Transport

Der Kraftstoffverbrauch ist in der Branche ein wichtiger Leistungsindikator. Auch alternative Antriebstechnologien und Kraftstoffe gewinnen an Bedeutung.

Link

Soziales

Gut ausgebildete Mitarbeitende sind Grundlage für den Erfolg einer Branche. Ihre Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz genießen dabei höchste Priorität.

Link

Titelbilder der downloadbaren Elemente

Downloads

Untenstehend finden sich PDF-Dateien mit dem Prüfvermerk der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gemäß ISAE 3000 (Revised) hinsichtlich ausgewählter Nachhaltigkeitskennzahlen (KPIs) im Rahmen des BTB-Branchennachhaltigkeitsberichts 2026 sowie des Leitfadens für teilnehmende Unternehmen und eine Übersicht der teilnehmenden Unternehmen.